Der LesestoffLese-Tipp - Hundekrimi "Hasenpfeffer"

Nicht wenige Tierfreunde sind der Ansicht, dass Hunde die besseren Menschen seien. Die Frage, ob sie auch die besseren Kommissare sind, beantwortet Ralf Waiblinger mit seinem Debüt „Hasenpfeffer“. Ein amüsanter und fantasievoller Hundekrimi, in dem es um Mord, Betrug und Erpressung geht.

Wie ein Hund die Krimiwelt aufmischt

Nein, bei Spekulantius Bösenschreck handelt es sich in der Tat um keinen gewöhnlichen Hund – Pardon, Kommissar. Dies zeigt sich bereits in der Tatsache, dass er bei zwei Katzen aufgewachsen ist. Seine Eltern, der Bäckereibetreiber Oblabert Koriander nebst Gattin Margarina, die sich schon mal verliebt wie am ersten Tag zwischen den Teigen vergnügen, haben Spekulantius mit ganzer Katzenliebe aufgezogen.

Eines Tages bittet ihn Barbarella Piepenbringts, die Besitzerin des Luxuskaufhauses „SchickiMicki“ um Hilfe, da der Markt von gefälschten Ührlistolz-Uhren überschwemmt wird.

Bei seinen Ermittlungen wird Bösenschreck auf eine kastalonische Fälscherbande aufmerksam. Diese setzt sich aus einer Ansammlung umtriebiger Hasen zusammen, die vom berüchtigten Panetoni Magenbitter, genannt „der Pane“, angeführt werden. Nicht nur, dass er es beim „Pane“ mit einem äußerst skrupellosen Hasen zu tun bekommt, nebenher kümmert sich der aufrecht durchs Leben gehende Vierbeiner auch noch um seine ehemalige Geliebte Zuzi, eine verführerische Gans.Die ist ins Rotlichtmilieu abgestürzt und wird vom fiesen Zuhälter Meingold Schnallentritt bedroht.

Kann Bösenschreck die Schurken in die Schranken weisen und das Herz seiner Verflossenen zurückgewinnen?

Wie Ralf Waiblinger auf den Hund kam

Das Besondere an diesem einfallsreichen Tierkrimi ist die Tatsache, dass es sich um Tiere handelt, die wie Menschen agieren. Es ist ein ganzes Füllhorn von Eindrücken, die Ralf Waiblinger seinen Lesern in den Kopf pflanzt.

Dadurch entstehen teils lustige bis skurrile Bilder. Unterstützt wird das durch die brillanten Illustrationen, die es quasi als Bonus mit dazugibt. Zur Einstimmung werden einzelne Protagonisten auf jeweils einer halben Seite inklusive Abbildung präsentiert.

Bereits hier gerät man ins Schmunzeln und merkt dem Buch an, dass sich Ralf Waiblinger bereits als Zeichner von Funnies, Comics und Kinderbüchern einen Namen gemacht hat. Für den Leser ist es eine erfreuliche Tatsache, dass der Autor schließlich auf den Hund gekommen ist. Denn „Hasenpfeffer“ ist ein Hundekrimi, der unter den anderen Tierkrimis hervorsticht.

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