Hund & MenschDer Hundeführerschein

Das Verhältnis zwischen dem Hund und seinem Besitzer gilt oft als sehr innig und vertrauensvoll. Dennoch ist die Bindung nicht immer so belastbar, wie sie wirkt. Gerade Extremsituationen können zeigen, ob der Mensch die Kontrolle über den Vierbeiner besitzt oder diesen letztlich nicht zu bändigen weiß. In einigen Bundesländern wird daher der verpflichtende Hundeführerschein eingeführt.

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Bislang gilt das Dokument in vielen Bundesländern noch nicht als gesetzliche Grundlage, um einen Hund besitzen zu dürfen. Häufig wird das Ablegen der entsprechenden Prüfung freiwillig ermöglicht. Dennoch gehen immer mehr Länder dazu über, künftig verpflichtend diesen Nachweis einzufordern. Die dafür notwendige Prüfung kann bei Tierärzten, Hundevereinen und deren öffentlichen Trägern abgeleistet werden. Im Regelfall wird diese über einen praktischen und einen theoretischen Bestandteil verfügen.

Die Kosten dafür liegen gegenwärtig im Durschnitt bei 50 bis 60 Euro. Daneben wird aber eine solide Vorbereitung sowohl des Menschen als auch des Tieres für die Wissensabfrage empfohlen. Ein Scheitern kann im schlimmsten Falle dazu führen, dass ein Hund nicht von seinem Besitzer behalten werden darf.

Inhalte der Prüfung

Grundsätzlich beschäftigt sich der Hundeführerschein mit der Frage, wie gut der Mensch das Tier einschätzen kann. Nicht alleine das reibungslose Verständnis der Kommandos wird dabei überprüft. Vielmehr gilt es, den Vierbeiner bewusst in für ihn unangenehme Situationen zu bringen. Reagiert der Hund mit Angst oder Aggression auf andere Menschen sowie Tiere, kann er eine bestimmte Erziehung nachweisen oder weist er charakterliche Mängel auf?

Daneben ist der Gesamteindruck aus Gesundheit und Pflege entscheidend. Stets ist es somit der Hundehalter, der seinem vierbeinigen Freund die entsprechende Fürsorge und Schulung angedeihen lassen muss.

Weitsichtig agieren

mag_maerz_hundefuehrerschein3Mag in den meisten Bundesländern noch keine Pflicht zur Ableistung einer solchen Prüfung vorliegen, so ist dennoch davon auszugehen, dass sich die gesetzliche Lage in den kommenden Jahren ändern wird. Hundehalter sollten diese Zeit nutzen, um einerseits mit ihrem Tier zu trainieren. Insbesondere bei einem auffälligen Verhalten muss versucht werden, mit viel Geduld und Disziplin eine Besserung zu bewirken. Oft kann bei den Hundetrainern und Ärzten auch mancher Ratschlag erworben werden, wie in bestimmten Situationen zu reagieren ist.

Mit diesen Grundlagen sowie einem engen Vertrauen zwischen dem Herrchen und seinem Tier sollte es auch für den Hundeführerschein keinerlei Probleme mehr geben.